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28th September 2016

Warum du nach Santander musst

 

Meine Liebe für Städte am Meer habe ich schon oft kundgetan. Es gibt da ja die üblichen Verdächtigen, die einem gleich in den Sinn kommen, wenn man City- und Beachtrip verbinden möchte: Da wären zum Beispiel Barcelona, Malaga, Lissabon und Athen.  Hättest Du dabei denn auch an Santander gedacht? Santander ist das perfekte Ziel für einen Kurztrip, denn es bietet tatsächlich alles, was man sich als Reisender wünscht. Von Berlin aus bin ich mit Ryanair Anfang September nach Santander geflogen. Zurückgekommen bin ich mit vielen positiven Eindrücken von der Stadt und der Umgebung.

Was Santander besonders macht

 

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Santander liegt im nördlichen Spanien direkt am Atlantik. Es ist die Hauptstadt von Kantabrien und hat mit etwa 175.000 Einwohnern eine angenehme Größe, die optimal für Erkundungen ist. Was Santander so besonders macht, ist seine Lage inmitten einer saftig grünen Natur, die sich einerseits durch Berge, andererseits aber auch durch traumhafte Strände und eine spektakuläre Steilküste zeigt.  Da wird manch eine Erinnerung an Irland wach. Doch nein, diesmal bin ich in Spanien. In einem Land das mir in vielen vorhergehenden Besuchen nie so grün erschien, wie hier. Und das im Spätsommer. Die grüne Natur ist natürlich dem Wetter geschuldet. Tatsächlich regnet es im Norden von Spanien deutlich öfter als im Landesinneren oder gar im Süden. Auch im Sommer steigen die Temperaturen nur selten in unermessliche Höhen, sondern bleiben meist im angenehm warmen Bereich. Santander ist die Stadt für all diejenigen, die sich nicht entscheiden können zwischen Strandurlaub, Bergurlaub oder Stadturlaub.  Warum also nicht einfach alles nehmen und nach Santander fliegen?

Spaziergang von El Sardinero bis Cabo Mayor

 

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Den wohl bekanntesten und beliebtesten Strand in Santander findest du im Stadtteil El Sardinero. Er heißt Playa de Sardinero und ist unterteilt in die Primera Playa und die Segunda Playa, die durch einen kleinen Park voneinander getrennt sind. Bei gutem Wetter kann es hier ziemlich voll werden, denn neben den vorwiegend spanischen Touristen, tummeln sich hier auch all die Einheimischen. Besonders schön ist es an der Playa de Sardinero wenn die Sonne untergeht.  Läuft man die Promenade immer weiter, kommt man an der wunderschönen Bucht Playa de Mataleñas vorbei. Sie liegt etwas außerhalb und ist eingerahmt von grün bewachsenen Felsen.  Von dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Leuchtturm Cabo Mayor. Dort zeigt sich die ganze Pracht der Felsküste von Santander.

Halbinsel La Magdalena

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Ungefähr zwei Kilometer vom Zentrum Santanders entfernt befindet sich die Halbinsel La Magdalena. Sie eignet sich hervorragend für einen Ausflug, denn sie besteht aus einem schönen Park und einem kleinen Zoo. Auf der Halbinsel befindet sich auch der Palacio de la Magdalena. Das Schloss wurde 1912 als Sommerresidenz für  König Alfonso VIII erbaut und beherbergt heute eine Sommeruniversität. Der Turm ist für Besucher gesperrt, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich trotzdem rein durfte, um ein paar schöne Fotos von Santander zu machen.

Altstadt von Santander

 

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Um die Altstadt zu erkunden startet man am besten am Mirador Río de la Pila. Dieser befindet sich im Stadtteil San Roque, ganz oben auf einem Hügel. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt und die Bucht. Hat man sich an dem Panorama sattgesehen, geht es mit der Seilbahn runter in die Calle Río de la Pila, die direkt durch die Altstadt und durchs Zentrum führt. Die Altstadt von Santander bringt eine Besonderheit mit sich, die ich dir an dieser Stelle verraten möchte. Dann gehst du nämlich mit ganz anderen Augen durch die Straßen. Tatsächlich ist hier nicht alles so alt, wie es sein sollte. Es ist eher eine Mischung aus Alt und Neu. Aus Moderne und Tradition. Im Jahr 1941 brannte ein Feuer große Teile der Altstadt nieder, sodass sie teilweise neu aufgebaut werden musste. Auch die Kathedrale von Santander brannte ab und wurde infolgedessen auf der alten und zerstörten Kirche neu errichtet. Ein Spaziergang durch die Stadt macht es deutlich: Altbauten stehen hier Seite an Seite mit Neubauten. Das Viertel verströmt einen ganz eigenen und einzigartigen Charme. Unten am Hafen wartet dann auch schon der Prachtboulevard Paseo de Pereda. Der perfekte Ort, um in stilvoller Atmosphäre in einem Café  einen Kaffee zu trinken und das Treiben zu beobachten.

Mit dem Boot nach La Pedreña

 

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Mehrmals täglich legen am Paseo de Pereda Fähren nach La Pedreña ab. Den Ausflug auf die in der Bucht liegende Halbinsel kann ich mehr als empfehlen. Zum einen hat man vom Boot aus einen fantastischen Ausblick auf Santander, zum anderen kann man auf der anderen Seite auf der weit in die Bucht ragende Sandzunge wunderbar sonnenbaden oder in La Pedreña Wassersport betreiben. Ein Boots- und Kanuverleih befindet sich ganz in der Nähe der Anlagestelle. Wenn du magst, kannst Du dort sogar tauchen lernen. Wer sich dann noch mit erstklassigem Fisch und mit Meeresfrüchten verwöhnen lassen möchte, ist im Restaurant Asador El Tronky gut aufgehoben. Es befindet sich direkt gegenüber der Anlegestelle. Mein Tipp: Gegrillte Brasse mit verschiedenen Muschelsorten. Ein Gedicht.

 

Sabine Niemer

Sabine Niemer

Sabine ist eine Journalistin und Reisebloggerin aus Deutschland. Wenn du mehr von ihr lesen möchtest, findest Du sie auch auf ihrem Reiseblog Gecko Footsteps.

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