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26th Mai 2016

Dolce Vita in Rom – die besten Tipps für die ewige Stadt

Weltstädte gibt es viele, die ewige Stadt jedoch gibt es nur einmal. Beim Spaziergang durch Rom flaniert man nicht nur durch Stadtviertel, sondern durch Jahrhunderte und Jahrtausende. Was also gilt es zu entdecken, in dieser alten Stadt, die so übervoll ist von Geschichte, Kultur und Genuss?

 

 

Der Petersdom

 

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Ein absolutes Muss ist für mich der Petersdom. Und zwar ausdrücklich unabhängig von der Einstellung zur Religion. Der Petersdom und auch der Petersplatz mit seinem Säulengang ist schlichtweg eine architektonische Schönheit, die man nicht nur von Weitem betrachten sollte. Der Aufstieg bis zum Aussichtspunkt belohnt einen mit einem der besten Panoramen der Stadt: Petersplatz und Obelisk, der Tiber und ganz Rom liegen einem zu Füßen. Auf dem Rückweg nach unten kann man mit etwas Glück dem Chor von oben lauschen und vor den Toren noch einen letzten Blick auf die Schweizer Garde werfen, über deren Uniformierung ich mich immer wieder freue, vergleicht man sie mit den recht eintönigen Outfits sonstiger „klassischer“ Garden.

 

Für mich liegt am Petersdom immer eine bestimmte Atmosphäre in der Luft, bei der ich mich mehr mit mir selbst und der Welt verbunden fühle. Ob das nun Heiligkeit, Ewigkeit oder einfach Sentimentalität geschuldet ist, einen persönlichen Eindruck sollte man sich auf jeden Fall verschaffen.

 

Das Kolosseum

 

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Ein weiteres Schwergewicht auf der ewigen To-Do-Liste Roms ist das Kolosseum. Das größte je gebaute Amphitheater ist nicht nur ein einmaliges Bauwerk der Antike, sondern einer der ältesten Orte innerhalb Roms. Heutzutage ist die Erhaltung des Kolosseums aus diversen Gründen gefährdet, weshalb man es unbedingt ansehen sollte, denn vielleicht sind selbst in Rom nicht alle Dinge ewig.

 

Campo de’ Fiori

 

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Jeden Tag außer sonntags bieten auf dem Campo de’ Fiori Bauern frischeste Lebensmittel von ihren Feldern an. Als Mitbringsel für Zuhause empfehle ich dabei insbesondere die zahlreichen Gewürze, die man bei uns – vor allem in dieser Qualität – oft nur schwer bekommt.

 

Karikaturen als ewige Erinnerung

 

Rund um den Neptunbrunnen finden sich auf dem Navona-Platz zahlreiche Portraitmaler und Karikaturisten ein. Da der Platz eh einen kleinen Besuch wert ist, warum nicht gleich die Chance nutzen? Meine persönliche Karikatur von meinem allerersten Rom-Besuch vor vielen Jahren zaubert mir jedenfalls noch heute ein breites Grinsen ins Gesicht.

Dolce Vita genießen

 

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Bevor man hektisch von must-see zu must-see hetzt, sollte man lieber das einzige must-do beherzigen – genießen! Niemand kann das besser als die Italiener, deshalb gilt: Tempo raus und Genuss an. Entspannt am Tiber entlang flanieren, dabei die Allee aus Bäumen auf dem Weg zur Engelsburg bestaunen, einem der vielen leidenschaftlichen Straßenmusiker lauschen und vieles mehr.

 

Kaffee trinken!

 

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Denn wo, wenn nicht in Rom, sollte jeder Tag mit einem Cappuchino und einem am besten noch warmen Cornetto beginnen? Richtig. Daher ist das hier mein Extended-Tipp: Hotelfrühstück sausen lassen und sich stattdessen echtes italienisches Lebensgefühl in einer der zahlreichen kleinen Bäckereien gönnen. Cornetti gibt es normalerweise „con marmellata“,  „con crema“ und „con cioccolata“, so dass man jeden Morgen eine andere Sorte probieren kann.

Zwei Tipps für super Locations:

  1. „Dolce Maniera“ (http://www.dolcemaniera.it): hier gibt es nicht nur wunderbare Backwaren, es liegt praktischerweise auch direkt um die Ecke von San Pietro! Am besten für die Warteschlange vor dem Petersdom einfach eine Tüte Cornetti mitnehmen.
  2. „Caffè Capitolino“: Auf dem Kapitolshügel gelegen gibt es hier auf der Terrasse des Palazzo Caffarelli die sagenhafte Aussicht direkt umsonst zum Cappuchino dazu! (Piazzale Caffarelli 4, montags geschlossen)

 

Auf den Spuren der Römer wandeln

 

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Was ich in jeder Stadt am liebsten mache – mich von meinen Füßen durch die Straßen und Gassen, über Hügel und Plätze und von Café zu Café tragen lassen. Immer wohin mich meine Sinne leiten, oftmals ohne direkte Idee oder genaues Ziel. So habe ich schon oft die besten Ecken entdeckt! In Rom gibt es so vieles zu sehen, etwas spannendes findet man hinter jeder Ecke.

Falls einem eine feste Liste an Sehenswürdigkeiten in der Tasche lieber ist, gibt es zum Beispiel noch diese römische Klassiker:

 

  1. Der Fontana di Trevi („Münze gegen Glück“ lautet hier seit Ewigkeiten der Deal)
  2. Die Spanische Treppe (am besten im frühen Morgengrauen, bevor die Tourimassen einfallen)
  3. Das Pantheon
  4. Die Galleria Borghese (für die Kunstliebhaber)
  5. Trastevere (das charmante Altstadtviertel mit verwinkelten Gassen und zahlreichen Bars)

 

Was noch?

 

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Abseits der Klassiker gibt es noch ein paar zusätzliche Highlights:

  1. „Eataly Roma“ (Essen auf vier Etagen in einem ehemaligen Bahnhof)
  2. „Bar La Licata“ (charmante Bar im Herzen des alten Roms, toll auch für Veganer)
  3. „Palazzo delle Esposizioni“ (modernes Ausstellungshaus für alle Kunstgattungen)

 

Besondere Hinweise

 

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Viele Touristenattraktionen besuchen und zudem auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen? Dann lohnt sich in jedem Fall der „Roma Pass“. Diesen gibt es für 48 oder 72 Stunden, er beinhaltet  alle Bahn- und Busfahrten und freien oder reduzierten Eintritt in viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, Museen und Ausstellungen.

Besonders in der Hauptsaison lohnt es sich außerdem, besonders früh aufzustehen um lange Warteschlangen zu vermeiden. Besonderer Trick: manche Tickets lassen sich online kaufen, so dass man auch zur Hauptzeit an der Schlange vorbeilaufen kann. Weitere Option sind gebuchte Gruppentouren, die einem zwar das Anstehen ersparen, allerdings im Gegenzug meist teurer sind.

 

Laura Drosse

Laura Drosse

Fotografin und Autorin aus Berlin. Stets neugierig auf fremde Orte, ihre Bewohner und das Gefühl etwas zum ersten Mal zu erleben.

1 Comment

  • Helga Dahlem

    bitte teilen Sie mir Schnäppchenpreise mit für Rom, Griechenland und Riga

    20th Juli 2016, 6:41 am

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