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17th Oktober 2016

5 gute Gründe für eine Reise nach Málaga

Ich habe aus naheliegenden Gründen ein Faible für sonnenverwöhnte Städte, die am Meer liegen. In Europa gibt es tatsächlich einige davon. Warum also nicht einfach mal in den Flieger hüpfen und ein bisschen Sonne, Meer und Strand mit einem Citytrip verbinden? Zum Beispiel in Málaga? Es muss ja nicht immer eine große Reise sein, oftmals reicht auch schon ein kleiner Kurztrip, um das Fernweh zu stillen  und die eigenen Energiereserven mit ein paar neuen Eindrücken wieder aufzuladen. Málaga ist ein ideales Ziel, wenn man das Bestmögliche aus seinem Kurztrip herausholen möchte.

Die Lage

El Cable beach at sunset, Marbella, Malaga, Andalusia, Spain.

 

Málaga liegt an der Südküste von Spanien in Andalusien. Es ist die sechstgrößte Stadt in Spanien und nach Sevilla die zweitgrößte Stadt in Andalusien. Andalusien selbst gilt als Inbegriff der spanischen Kultur. Nirgendwo sonst, so sagt man, erlebt man Spanien so intensiv wie hier. Wenn man auf einem Kurztrip also in die landestypische Kultur eintauchen möchte, dann ist man in Andalusien und damit auch in Málaga richtig. Die Lage an der Küste bringt diverse Vorteile mit sich. Genießt man vormittags noch die Vorteile einer Großstadt mit all ihren Facetten, wie zum Beispiel ausgiebiges Brunchen in schicken Cafés oder exzessives Shoppen in coolen Boutiquen, so liegt man nachmittags schon ganz entspannt am Strand oder schlürft in relaxter Atmosphäre einen Cocktail an der Beach Bar. Málaga bietet durch seine Lage hervorragende Möglichkeiten, um den Rest von Andalusien zu entdecken. Je nachdem wie viel Zeit man auf seinem Kurztrip eingeplant hat, kann man Ausflüge nach Cordoba, Granada, Sevilla, Ronda oder in die umliegenden Touristenorte, wie zum Beispiel Torremollinos oder Marbella machen. Auch Gibraltar ist in einem Tagesausflug von Málaga aus zu schaffen. Gerade für letztere Tour nimmt man sich am besten einen Mietwagen, ansonsten ist vieles jedoch ganz unkompliziert mit Bus und Bahn zu erreichen. Die Lage Málagas ist natürlich auch für das milde Klima verantwortlich, auf das man unweigerlich trifft.  Von April bis Oktober kann man sich auf sonnenverwöhnte Tage einstellen. Und auch wenn es natürlich keine Garantie gibt, so ist dies doch ein wichtiger Aspekt für uns Nordeuropäer oder Fast-Nordeuropäer, denn manchmal haben wir eine Portion Sonne bitter, bitter nötig und freuen uns wie kleine Kinder, wenn uns die Sonne bei einem Kurztrip warm ins Gesicht scheint.

Die Altstadt

 

Málaga hat eine wunderschöne Altstadt, die durch viele elegante Gebäude geprägt ist. Tatsächlich treffen dort die Baustille verschiedener Jahrhunderte aufeinander und hinterlassen eine ganz nostalgische Atmosphäre, die zum exzessiven Bummeln einlädt. Am besten einfach mal treiben lassen, hier und da einen Café con leche in einem der zahlreichen Cafés trinken und sich unter die Spanier mischen. Die Altstadt ist aber auch die richtige Adresse, wenn es ums Shoppen geht. In den kleinen Gassen und großen Einkaufsmeilen, entdeckt man nicht nur kleine Boutiquen, sondern auch große Shops der bekannten Modemarken. Die größte Einkaufsstraße heißt Calle Marqués de Larios und führt in Richtung Hafen. Bei einem Bummel durch die Altstadt ist sie nicht zu verfehlen.

Die Alcazaba

 

A misty morning highlights the pastel shades of the fortified Alcazaba, Malaga, Spain

 

Die Alcazaba ist eine Festung, die am Fuße des Berges Gibralfaro über dem Zentrum thront. Sie wurde im 11. Jahrhundert von den Mauren erbaut und gilt auch heute noch als ein Beispiel typisch maurischer Baukunst. Von der Festung aus gibt es einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und das Meer. Direkt vor der Festung liegt zudem das römische Theater, das übrigens erst 1951 entdeckt und freigelegt wurde.  Der Aufstieg zur Alcazaba ist ein wenig beschwerlich. Gutes Schuhwerk ist also angebracht. Tipp für Besucher mit keinen Kindern: An der südlichen Seite befindet sich ein Aufzug, mit dem man direkt in den Palast der Festungsanlage fährt.

Picasso

Picasso ist untrennbar mit Málaga verbunden. Er wurde in der Stadt geboren und verbrachte die ersten 14 Jahre seines Leben dort, bevor er mit seinen Eltern nach Barcelona zog. Heute erinnert vieles in der Stadt an den Künstler. So kann zum Beispiel sein Geburtshaus an der Plaza de la Merced besichtigt oder seine Werke im Picasso-Museum bestaunt werden.

 

Kulinarik

 

Kein Besuch in Spanien ohne Tapas. Die kleinen Sünden gehören genauso zu Spanien, wie das Meer und die Sonne. Abends trifft man sich mit Freunden in den Bars und bestellt Tapas. Viele kleine Teller mit Köstlichkeiten bringen den Platz auf dem Tisch zum Bersten, genauso wie den Platz im Magen. Und so verbringt man mehrere Stunden mit Essen in netter Gesellschaft. Ist ein Teller leer, wir nachbestellt. Und diese Prozedur wiederholt sich entweder so lange, bis alle satt sind oder wird in der nächsten Tapas-Bar einfach fortgeführt. Serviert werden Fisch, Fleisch, Gemüse und Beilagen wie Kartoffeln und Brot.  Wem eher nach etwas Süßem ist, der bestellt zum Frühstück oder zur Kaffeezeit Churros con Chocolate. Dabei handelt es sich um längliches Gebäck, das in dickflüssige Schokolade getunkt wird. Ein Gedicht für Schokoladenfans. Unbedingt probieren, wenn nicht schon längst getan.

 

 

Sabine Niemer

Sabine Niemer

Sabine ist eine Journalistin und Reisebloggerin aus Deutschland. Wenn du mehr von ihr lesen möchtest, findest Du sie auch auf ihrem Reiseblog Gecko Footsteps.

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