Belgian waffle with syrup, whipped cream, dark chocolate sauce and strawberries sold at an outdoor market in London, UK
28th Juni 2016

Brüssel – Kulinarische Spezialitäten, die du dir nicht entgehen lassen darfst

 

Bei einem Besuch in Brüssel wirst du auf viele Spezialitäten stoßen, die deinen Besuch erst komplett machen. Sehenswürdigkeiten und Co. spielen natürlich eine wichtige Rolle, aber wenn du Brüssel mit all seinen Schattierungen erleben möchtest, dann darfst du die kulinarische Seite nicht außen vor lassen.  Lasse Dich von Brüssels Leckereien um den Finger wickeln und mache Deinen Aufenthalt zu einer kleinen Genussreise.  Es ist nicht allzu schwer, denn die typischen Spezialitäten findest Du in Brüssel an jeder Ecke.

Vorhang auf für Brüssels Spezialitäten:

 Bier

 

 

Über 5000 Biersorten soll es in Belgien geben. Dazu gehören bekannte Marken ebenso wie Biere von kleinen Brauereien, die nur in bestimmten Orten erhältlich sind. Um möglichst viele Sorten zu kosten, machst du am besten einen Kneipenbummel und inspizierst dabei die Bierkarten der Lokalitäten. Nicht immer musst du dabei gleich ein ganzes Glas bestellen, denn oftmals werden auch kleine Portionen zum Testen angeboten. Das besondere an belgischem Bier ist jedoch, dass es auch geschmacklich einige Überraschungen bereithält. So schmeckt der Gerstensaft durchaus mal wie Champagner oder Wein. „Ist das denn überhaupt noch Bier?“ magst du dich jetzt fragen. Tatsächlich wurde in der Vergangenheit aus fast allem Bier gebraut, bis das sogenannte Reinheitsgebot die Beschaffenheit von deutschen Bieren regelte. In Belgien wird es in dem Maße nicht angewendet. Zwar müssen sich auch die Belgier an bestimmte Regeln halten, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten, aber sie dürfen dennoch Naturprodukte für ihre Bierherstellung nutzen.  So kommt es, dass belgische Biere durchaus mal nach Früchten oder Gewürzen schmecken. Und genau das ist es, was sie so besonders macht. Ein Klassiker unter den belgischen Bieren und gleichzeitig sehr empfehlenswert: Das berühmte Kriek Bier, das nach Kirsche schmeckt. Ein klassisches Frauenbier, das zwar leicht süßlich schmeckt, aber dennoch einen deutlichen Biergeschmack innehat.

 

Waffeln

 

Belgische Waffeln sind legendär. Bei einem Spaziergang durch Brüssel wirst du dich ihnen kaum entziehen können. Es gibt sie in Restaurants, in Cafés und an Ständen.  Sie verströmen einen Geruch, der einfach zu verführerisch ist und schon von weitem lockt. Doch was ist eigentlich das Besondere an belgischen Waffeln? Schließlich unterscheiden Sie sich geschmacklich und optisch doch erheblich von den dünnen und oftmals herzförmigen Exemplaren, die man hierzulande aufgetischt bekommt. Belgische Waffeln sind dick, quadratisch und verfügen über ein tiefes Muster. Sie bestehen aus einem weichen Eierteig und werden in der Regel mit Erdbeeren, Bananen, heißer Schokolade, mit Sahne oder pur serviert.  Am besten schmecken sie, wenn man sie warm ist. Die Belgier essen die Waffeln am liebsten pur. So kommt ihr Geschmack am besten zur Geltung.

Pommes

 

 

Nein, es waren nicht die Franzosen, die Pommes erfunden haben. Du ahnst es schon. Es waren die Belgier. Belgische Pommes sind außen knusprig und innen schön mehlig. Sie werden nicht einmal, sondern gleich zweimal frittiert und außergewöhnlich stark gewürzt. Während Pommes in Deutschland recht schmal und lang sind, werden sie in Belgien dick geschnitten und kommen natürlich nicht aus der Tiefkühltruhe, sondern werden frisch aus Kartoffeln hergestellt. Kein Wunder, dass sie so gut schmecken und auf der ganzen Welt berühmt sind. Dazu gibt es eine große Auswahl an Saucen, sodass man je nach Geschmack den richtigen Dip für sich aussuchen kann. Typisch ist zum Beispiel die Sauce Tatar, die optisch der Majonäse sehr ähnelt, aber mit Knoblauch und Zwiebeln verfeinert ist. Auch exotische Saucen sind üblich und verleihen der klassischen Pommes ein wenig an geschmacklicher Attraktivität.  Ein Tipp für Vegetarier: Belgische Pommes werden in der Regel nicht in Pflanzenfett frittiert, sondern in Nierenfett. Am besten vorher nachfragen, bevor du dich draufstürzt.

Schokolade

 

 

Belgische Schokolade ist ein Gedicht. Das kann man ohne Umschweife so behaupten, denn nirgendwo sonst gibt es so viele Chocolatiers wie in Belgien. Die Belgier haben diese Kunst formvollendet und präsentieren in ihren zahlreichen kleinen Shops Kunstwerke der besonderen Art. Hier kommt nicht nur der Gaumen auf seine Kosten, sondern auch das Auge. Besonders spannend: In Belgien ist Schokolade nicht gleich Schokolade. Es wird liebend gern experimentiert, um immer wieder aufs Neue mit extravaganten Geschmacksrichtungen zu überraschen. So gibt es zum Beispiel Schokolade mit Wasabi-Geschmack, mit Zwiebelgeschmack oder gar mit Speck. Gewöhnungsbedürftig? Nur die Vorstellung selbst, denn die Kreationen kommen gut an und laden zu kleinen geschmacklichen Abenteuern ein. Besonders beliebt sind belgische Pralinen in außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen als Mitbringsel und Souvenir. Aber die Liebe der Belgier zur Schokolade geht noch weiter, denn auch die flüssige Form spielt eine Rolle. Heiße Schokolade wird in Belgien liebend gerne getrunken und nicht selten wird der Genuss gebührend zelebriert.  Je nach Lokal bekommst du als Gast zum Beispiel einzelne Schokoblätter, denen Du beim Bad in der heißen Milch zusehen darfst. Anderenorts wird ein Töpfchen mit flüssiger Schokolade serviert, die langsam eingerührt werden muss.  Teilweise überbieten sich die Cafés mit ihren kreativen Einfällen. Als Gast kommt dir das natürlich zugute, denn so wird Dein Besuch in Belgien zu etwas ganz Besonderem.

 

Sabine Niemer

Sabine Niemer

Sabine ist eine Journalistin und Reisebloggerin aus Deutschland. Wenn du mehr von ihr lesen möchtest, findest Du sie auch auf ihrem Reiseblog Gecko Footsteps.

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