20th Februar 2017

Familienurlaub an der Algarve

Portugals Süden ist bekannt für seine atemberaubende Felsenküste und sein kilometerlangen Strände, die nur noch durch die kleinen und in Klippen eingebetteten Buchten getoppt werden. Perfekte Voraussetzungen für einen Urlaub mit der Familie. Die schöne Landschaft, das warme Klima und die Gastfreundlichkeit der Portugiesen sind die drei Hauptgründe, die für einen Urlaub an der traumhaften Algarve sprechen.
Tatsächlich haben auch wir unsere erste Reise als Familie an die Algarve gemacht. Mein Sohn war damals sieben Monate alt. Wir haben uns in ein Ferienhaus direkt an der kleine Promenade von Olhos de Agua einquartiert und die folgenden zehn Tage einen Traumurlaub mit hohem Erholungsfaktor genossen. Unser Urlaub an der Algarve mit Baby war also ein voller Erfolg und eine gute Grundlage, die Lust auf weitere Reisen mit Kind in der Zukunft machte.
Im Folgenden habe ich einige Tipps für einen Familienurlaub an der Algarve zusammengestellt. Von der Anreise über die Wahl der Unterkunft bis hin zu den schönsten Orten und Stränden, findest du hier alle Informationen, die du für einen gelungenen Algarve-Urlaub benötigst.

Die Anreise

 

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Besonders einfach gestaltet sich die Anreise natürlich mit dem Flugzeug. Von Deutschland beträgt die Flugzeit bis zum Flughafen Faro etwa drei Stunden. Mit dem Taxi oder dem Mietwagen geht es dann ganz einfach in die gebuchte Unterkunft. Wer sowieso plant einen Mietwagen zu nehmen, für den lohnt sich die Überlegung nach Lissabon zu fliegen und den Strandurlaub an der Algarve mit einem Citytrip in Portugals Hauptstadt zu verbinden. Die Entfernung beträgt etwa 280 Kilometer und ist somit innerhalb von wenigen Stunden fahrbar. Es ist natürlich auch möglich die Algarve von Deutschland aus mit dem Auto anzufahren, aber das ist ehrlich gesagt nur etwas für die hartgesottenen. Je nachdem wo der Start ist, können da durchaus 3.000 Kilometer zusammenkommen. Mit Kindern im Auto ist das eine Herausforderung. Anders verhält es sich jedoch, wenn man ein wenig Zeit mitbringt und daraus einen Roadtrip macht mit mehrtägigen Zwischenübernachtungen in Frankreich und Spanien.

Die Unterkünfte

 

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Wir sind eine kleine Familie mit nur einem Kind, somit sind wir recht flexibel, was Unterkünfte angeht. Meistens sind wir in Hotels oder Pensionen, manchmal auch in Ferienwohnungen oder in einem Ferienhaus, wie vor einigen Jahren an der Algarve. Familien mit mehreren Kindern empfehle ich jedoch immer etwas eigenes, also eine Ferienwohnung oder ein Haus. Zum einen ist es natürlich preislich günstiger, zum anderen ist das Platzangebot bedeutend größer. Auch die Flexibilität und die Freiheit, die einem zur Verfügung stehen, sollten nicht außer Acht gelassen werden. Mit einer Familie ist das Gold wert. Nachteile sind natürlich, dass man selbst kochen und putzen muss.

Orte und Strände

 

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Olhos de Agua ist ein eher kleiner und ruhiger Ferienort, der in den Sommermonaten dennoch voll werden kann. Es gibt ein paar Bars und Restaurants, ansonsten ist aber nicht viel los. Direkt vor unserem Ferienhaus befand sich die Praia Olhos de Agua. Ein kleiner Strand mit einer Mini-Strandpromenade. Perfekt für Familien, da man die Kinder gut im Blick behalten und sich die eine oder andere Erfrischung in den umliegenden Restaurants gönnen konnte. In der nahen Umgebung gab es auch einige kleine Buchten, die ein wenig mehr Ruhe versprachen. Besonders interessant: In Olhos de Agua kann man am Strand die Fischer bei der Arbeit beobachten, da sie dort ihre Boote liegen haben.
Sieben Kilometer von Olhos de Agua liegt Albufeira, ein beliebter Urlaubsort, der viele Pauschalurlauber anzieht. Dementsprechend voll ist es. Es gibt die üblichen Shoppingmöglichkeiten und natürlich schöne Strände. Ruhe findet man hier jedoch weniger. Stattdessen liegt man wie die Ölsardine am Strand, Seite an Seite mit anderen Urlaubern.
Die nächstgrößere Stadt ist Faro. Über den Charme der Stadt lässt sich sicher streiten, jedoch lohnt sich ein Besuch der Praia do Faro. Typisch für einen Stadtstrand, ist es dort sehr gut besucht und voll. Hört sich nicht so prickelnd an? Das Gute an diesem Strand ist, dass er sehr lang ist. Je weiter man läuft, desto mehr hat man den Strand für sich allein und kann dort die völlige Einsamkeit in schönster Natur genießen.
Wer einen Mietwagen hat, sollte es sich nicht nehmen lassen, die ganze Küste abzuklappern. Es gibt viele Strände und Buchten abseits der Touristenströme zu entdecken. Sehr schöne Strände soll es zum Beispiel in Richtung Lagos und Sagres geben.

Ein Sicherheitstipp

 

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Die Algarve ist ein Paradies für Strandliebhaber mit Hang zu spektakulären Felsformationen. Lange Traumstrände sind ebenso vorhanden, wie kleine versteckte Buchten. Viele Touristen lassen sich dazu verleiten auf die Felsen zu klettern und bedenken dabei oftmals nicht, was das für verheerende Folgen haben kann. Dass man dabei ausrutschen kann, versteht sich von selbst. Jedoch ist auch der Atlantik unberechenbar und es kommt immer wieder vor, dass Touristen sich auf den scheinbar sicheren Steinen und Felsformationen besonders nah an peitschende Wellen trauen und dann einfach davongefegt werden. Also bitte nicht zu leichtsinnig sein, auch wenn es natürlich einen gewissen Reiz hat, auf die Felsen zu klettern. Dies sage ich auch vor allem im Hinblick auf Kinder, die die Gefahr vielleicht nicht richtig einschätzen können.

Sabine Niemer

Sabine Niemer

Sabine ist eine Journalistin und Reisebloggerin aus Deutschland. Wenn du mehr von ihr lesen möchtest, findest Du sie auch auf ihrem Reiseblog Gecko Footsteps.

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